Höhepunkte - die Spitzen, die herausragen aus der weiten Landschaft der
Erinnerungen. Herausragen aus den Schichten, die sich in 88 Lebensjahren
übereinander gelegt haben. Beglückende Ereignisse, Verletzungen.
Eva Maria Vasiljevic, 1919 als dritte Tochter
eines bedeutenden Arztes und Gelehrten geboren, erzählt aus ihrem Leben. Sie
erinnert sich an Ereignisse in ihrer Kindheit, den geliebten aber immer
etwas fernen Vater und an die Mutter, eine Regentin, die sie im Alter von 20
Jahren, mit dem ihr genehmen Mann verheiratet. Sie berichtet von versäumten
Chancen und ihrem lebenslangen inneren Kampf zwischen den zwei Seiten in
ihr: der Anpassung und dem gleichzeitigen Streben nach Freiheit. Freiheit
findet sie letztendlich auf Reisen in ferne Länder, in der
Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, der Kunst und in der Begegnung mit
Menschen.
Das Buch ist ein Rückblick auf 88 intensiv gelebte Lebensjahre. Es spart
auch die Auseinandersetzung mit dem
Altwerden nicht aus, und die Gedanken über das, was danach kommen mag.
Die Autorin
Eva Maria Vasiljevic geb. 1919 in
Halle/Saale, Ausbildung zur Bühnenbildnerin; nach Heirat 1940-1943 Leben in
Berlin - ausgebombt - Umzug nach Tiengen; ab 1952 Tübingen; Studium der
Phi-lologie und Psychologie; Bibliotheksangestellte an der Universität
Tübingen; seit 1985 in Eningen u.A. Hobbies neben dem Schreiben: Reisen,
Tanz, Fotografieren, Malen. Veröffentlichungen: Autobiographie Band I: "Eine
Kindheit in Sachsen" (1998), Band II: "Von Kriegskindern zu Wunderkindern"
(1999) im Fouqué Literaturverlag, Egelsbach.